Kieler Sprosse

Weekend Seven ?

90/10 ist das neue Pareto und 48/66 Tagen sind absolviert. Und es sieht danach aus, als würde ich nicht rückfällig werden (wollen).

Noch gut zwei Wochen stehen mir nun bevor und es sieht danach aus, als würde ich nicht wieder in altbekannte Muster zurückfallen. Zum einen weil ich es gar nicht möchte und zum anderen, weil ich es gar nicht möchte. Und auch, weil ich es gar nicht so recht möchte. Aber jetzt warten wir erst einmal ab, was die letzten zwei Wochen noch so mit sich bringen. Jedoch zweifle ich nicht am Ausbleiben sonderlicher Negativ-Erlebnisse. Die letzten sieben Wochen waren durchaus – gerade in der Anfangszeit – echt herausfordernd. Mittlerweile hat sich aber eine gewisse Routine eingestellt, die sich vor allem auch auf mein Mindset auswirkt: beginnend von den Lebensmitteln, die ich kaufe resp. esse, über die Planung und Vorbereitung dieser bis hin zu den Auswirkungen des Verzehrs dieser auf meinen Körper und insbesondere auf meine Umwelt. Ja das Thema begleitet einen permanent …

Bei all den tollen Nebenerscheinungen fällt es jedoch schwer, faire Bilanz zu „meinem Leben davor“ zu ziehen. Mir ging es da ja nicht schlecht. Im Gegenteil. Jedoch hat sich die vegane Ernährung bei mir derweil so stark festgesetzt und in meinem Leben verankert, dass es mir schwer fällt, die krassen Veränderungen transparent und trennscharf herauszustellen. Dadurch, dass der Prozess eher schleichend ist und der Körper einfach etwas zeitverzögert auf so eine Umstellung reagiert, fällt es mir schwer, manche Dinge auf die Essenumstellung auf vegan herunter zu brechen. Beispiel: ich schaue heute in den Spiegel und stelle fest, dass meine Haut echt sehr rein ist. Das habe ich so vorher nie festgestellt. Das muss aber nicht bedeuten, dass meine Haut vorher unbedingt stark unreiner war. Beispiel zwei: ich schlafe echt auffällig gut, tief und fest. Ich frage mich an dieser Stelle: habe ich das vorher nicht? Was ich sagen möchte: das Bewusstsein für meinen Körper hat sich durch das Hinterfragen der allgemeinen Lebens- und vor allem Essensweise stark (positiv) verändert.

Auch die Auswirkung auf meine Umwelt ist hier ein wesentlicher Faktor. Herzerwärmend ist bspw. der seelische Mittagstischbeistand von Chris, der aus Solidarität auch eine vegane Suppe genommen hat – die unterm Strich aber dann doch vegetarisch war. Hätte ihm das keiner erzählt, wäre er mit dem Glauben losgelaufen, sich vegan ernährt zu haben – was für ein psychischer Streich, dem einen so gespielt wird. Ich glaube sehr stark daran, dass die tatsächliche Ernährung mindestens 90% an Veränderungsausmaß mit sich bringt. Jedoch 10 Prozent – mindestens – wirken auch durch so psychische Erscheinungen wie am Mittagstischbeispiel mit Chris beeinflussend. Pareto war also gestern. 90/10 ist das neue 80/20.

In diesem Sinne: einen guten Start allen in eine storchlethische, sechwochenprogrammige Woche. Denn in der Woche 8 kommt das lang ersehnte, oft erfragte, nie kopierte doch häufig erwähnte Storchlethics-6-Wochen-Programm online. Natürlich als free content. Vorbestellungen sind möglich. Aber unnötig.

Day 49 incoming ??

 

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